Seit gut zwanzig Jahren beobachte ich Menschen und Menschen unter Einfluss und/oder bei der Anwendung von Klängen. Und ich höre ihnen zu. Auf diesem Weg sammelte ich über 17.000 Gespräche, Feedbacks und Diskussionen zur Wirkung und Anwendung von Klängen. Die vermutlich größte und längste Studie, die es zu diesem Thema gibt. Was ich vor allem tun musste, war still sein. Ich muss zuhören ohne zu werten oder zu be- oder verurteilen und ich musste sehr genau zuschauen, wenn mit Klang gearbeitet wird. Außerdem habe ich verglichen zwischen dem, was Autoren und Dozenten über ihre Methode sagen oder schreiben und was sie dann tatsächlich tun.
Dann habe ich alles, was mir im Klangland begegnete in der Weise untersucht, dass ich es selbst ausprobiert habe, ich es meine SchülerInnen ausprobieren ließ und zwar ohne vor der Anwendung zu erzählen, welchen Sinn oder welche Absicht hinter einer Technik stecken soll. Nur so konnte ich sicher gehen, dass Ergebnis nicht zu sehr zu beeinflussen.
Wir haben auch eine ganze Reihe echter Blindstudien gemacht: Ein Proband gibt eine Behandlung mit einer Schale, deren Bedeutung er nicht kennt und wir schauten zum Beispiel wie die Schale wirkt oder wo sie auf dem Körper ihren optimalen Platz fand.
Auf diesem Wege konnten wir einige theoretische Modelle oder Zuordnungen eindeutig als Placebos zuordnen: eine spezifische Wirkung war noch nachweisbar, wenn man vorher sagte, wie zum Beispiel eine Schale oder eine Stimmgabel wirkt.
Uns interessierte, was der Klang wirkt und was die geistige Haltung des Behandlers und die Erwartungen der Klienten.
Durch die Interviews und die Versuche wurde bald klar, dass einige der fundamentalen Methoden, mit denen wirklich sehr viele Klangpraktiker arbeiten, keine nachweisbare Substanz haben. Dennoch wirken ihre Anwendungen.
Das ist nur vordergründig ein Wiederspruch. Einer, der nicht nur in der Klangszene auftritt. Ein Beispiel aus einer anderen Ecke: Jemand mit einer komplizierten Erkrankung bekommt die Empfehlung ein bestimmtes Heilwasser in großer Menge zu trinken. Er folgt dem Tipp und gesundet. Fortan steht für ihn fest: das war dieses bestimmte Heilwasser. Selbstverständlich gibt es biophysikalisch gesehen Wässer der verschiedensten Qualitäten - doch was dieser Person geholfen haben könnte, war die Flüssigkeitsaufnahme, die sich mehr als verdreifacht hat. Jedes beliebige Wasser (und der Glaube an seine Heilwirkung) hätten theoretisch wie praktisch solch einen Heileffekt auf die Person haben können.
Sprich: Wir fanden heraus, dass viele Methoden nicht in der Weise wirkten wie sie erklärt werden. Dennoch wirken sie. Was da wirkt, haben wir herausgefunden ...
Eine weitere Basis für die Methodiken nach David Lindner waren gefunden.
Einen nicht unerheblichen Anteil an den Wirkungen und Effekten der Klangmethoden nach David Lindner haben Techniken, Methoden, Anwendungen, Erkenntnisse und Prinzipien, die auf physikalische, neurologische und psychologische Eigenheiten eines Menschen resonanieren und die David zu einer "Integralen Klangmassage" zusammengeführt hat.
Diese Prinzipien gelten nicht nur in Klangbehandlungen, sondern sind zum Beispiel in so ziemlich allen Heilhilfsberufen, aber auch in der Menschenführung, Marketing, Feng Shui oder schamanischen Praktiken angewandt und hier weit länger bewährt als in Klangbehandlungen. Im Gegenteil beachten viele Klangbehandler einige intime Bedürfnisse der Klienten gar nicht - was letztendlich eine eigentlich ganz gute Klangbehandlung zu einer miesen Erfahrung machen kann.
Der professionelle Einsatz von Klängen erfordert ein hohes Maß an persönlicher Reife und Bewusstheit durch den Behandler. Eine Technik ist immer nur so gut, wie ihr Behandler in der Lage ist, sie Weise einzusetzen.
Klang ist ein überaus machtvolles Instrument. In unseren Ausbildungen lernst Du, diese Macht nicht durch Manipulation und invasives Arbeiten zu missbrauchen, sondern offen, frei und nicht-invasiv zu agieren.
Damit der Klang wirkt und nicht Dein Ego.